
Hier habe ich eigentlich ausschließlich meine persönliche Einstellung zur
ehemaligen Meerschweinchenhobbyzucht "Of Sweet Sunshine" ins Netz gestellt. Und
auch hier gilt: Kritik, Beratungen und Fragen gerne an mich oder von mir PERSÖNLICH:
Klickt also hier:

Zuchtziele (Januar 2002 - Januar 2012):
Hier gab es in den zehn Zuchtjahren insgesamt 716 lebende Babys. Im Grunde waren
die Goldnasen ein echtes Markenzeichen meiner Zucht. Im Gegensatz zu manch anderen Zuchten
waren die Zuchtziele sehr vielfältig allerdings nicht unkontrolliert und
ausschließlich auf eine Schokobuntzucht in Langhaar - nicht in Vielwirbeligkeit
- ausgerichtet. Mir macht weiterhin das
Anschauen meiner Schweine am meisten Spaß, wenn das Bild "bunt" ist. Daher
war
der Rahmen eben relativ weit gesteckt - alle Formulierungen aus Zuchtzeiten -:
1. Haarlänge - Grundsatz: "lang"
Fest steht, dass es hier zur Zeit und wohl auch für länger keine Kurzhaartiere
geben wird. Das liegt keinesfalls daran, dass mir diese nicht gefallen sondern
schlichtweg an dem Umstand, dass "man nicht alles haben kann". Nicht
mal ich....
2. Schoko oder Schwarz - Grundsatz: "Schoko"
Hier gibt es ausschließlich Tiere, mit denen ich meine Schokolinien weiter
verfolgen möchte. Dies schließt ab und an einen Schokoträger oder deren Mütter in
B B (auf Schwarzbasis) nicht aus. Diese
bilden jedoch die Ausnahme.
3. Locken oder glatt / Krone oder nicht - Grundsatz "alles bitte"
Viele meiner Tiere haben Locken und die "Glatten" tragen in den meisten Fällen das Lockengen.
Meine Kronenträger sind häufig spalterbig auf ihre Krone.
4. Aufhellungen - Grundsatz: "alles möglich"
Erklärtermaßen züchte ich nicht farbrein. Meine Lieblingsfarbe ist
schoko/orangeagouti-gold-weiß, aber ich mag auch alle Aufhellungen in dieser
Richtung! Ich muss allerdings zugeben, dass ich versuche dem Himifaktor ca
aus dem Weg zu gehen da dies z.B. dann nicht optimal für eine Cinnamonagouti-Zucht wäre.
Augenblicklich arbeite ich u.a. an der Etablierung von cr.
5. Agouti - Grundsatz: "gerne doch"
Hier stecke ich noch in den Anfängen und genau das ist es auch, was die
Sache super spannend macht. Nach dem Motto "Gelegenheit macht Diebe" habe ich
per Zufall einen Bock (Karlsson) für meinen Ausflug in den Agoutibereich
bekommen können und inzwischen arbeiten Agoutijungs neben den den Nonagouti. Aber
weiter gilt, dass ich überwiegend spalterbige Tiere im Hinblick auf
Agouti haben werde und evtl. aus Agouti gefallene "nonagouti"-Mädchen
für meine sonstigen
Linien einsetzen kann. Der Agoutifaktor ist dominant und somit ist leicht zu
erkennen, wer von meinen kleinen Leute Agouti ist und wer eben nicht nicht. Diejenigen, die es
nicht in den dunklen Feldern (Schoko/Schwarz) zeigen, haben und vererben KEIN
Agouti.
6. Zweifarbig - Grundsatz "nicht gezielt"
Zweifarbige (gold-weiß und die Aufhellungen) Tiere sind im Grunde ausnahmsweise
mal nicht Ziel
dieser Hobbyzucht. Dies schließt jedoch das Einbeziehen solcher Tiere in meine
Zucht nicht unbedingt aus. Träger dieser Farbschläge habe ich sowieso noch da
sich der rezessive Faktor "e" über die Generationen oft unbemerkt weiter
vererbt.
Mit unter diesen Punkt fallen schoko-weiß und orangeagouti-weiß (incl. Aufhellungen). Nicht unbedingt das Ziel. Allerdings fallen immer mal Tiere bei denen die Rot/Goldreihe fehlt und die trotzdem mit in die Zucht einfließen. Tiere die über "E" zweifarbig sind habe ich wohl zur Zeit eher nicht mehr hier ... - dachte ich bis Itaca geworfen hat. Sie steht "stark im Verdacht" E ? zu sein - für das Cinnamonprojekt echt interessant!
Noch nicht völlig aufgegeben ist auch der Gedanke an cinnamonagouti-weiß und da noch immer ein paar cr-Träger im Einsatz sind besteht noch Aussicht, dass ich mein Projekt irgendwann vervollständigen kann.
Schaut bei Interesse doch nach meinem Projekt
7. Sonderfarbe (Beige) - Grundsatz "eher nicht"
Sonderfarbenträger kann man nie ausschließen. Selbst in ganz alten Blutlinien
kann sich der rezessive Faktor über viele viele Generationen gehalten haben.
Gewollt ist das hier aber zur Zeit nicht.
8. Fehlerfreiheit - Grundsatz "Der Weg ist das Ziel!"
Kaum ein Tier ist völlig fehlerfrei. Da gibt es Faltohren, Stichelhaare, Brindel,
zu große Kronen, unregelmäßige Kronen, nicht korrekte Farbverteilung, schlechte
Lockung, zu lange Nasen und so weiter und so weiter....... Natürlich möchte ich am liebsten Tiere ohne
Zuchtfehler, aber mal ganz ehrlich, ist ein Brindelgesicht nicht entzückend? Und
kann ein Tier, dass nur an der Nase oder der Krone einen goldenen Klecks ab
bekommen hat keinen Ausdruck haben? Ziel sind definitiv fehlerfreie Tiere, aber
bei so manchem Tier muss man auch mal sehen/erkennen, welche guten Eigenschaften es hat,
was man daraus "machen" kann und nicht nur, was falsch ist oder ihm fehlt.
Außerdem sind mir manche einfach sympathisch und dann bleiben sie halt! Auch ein
mensch-/tierverträglicher Charakter gehört absolut zu meinen Zielen. Im
Gegenteil stellt eine dauerhafte Unverträglichkeit für mich einen
Zuchtausschlussgrund da und hysterische Tiere möchte ich einfach nicht halten.
Bemerkungen
zum Zuchteinsatz meiner Mädchen:
1. Mindestalter/-gewicht:
Die Damen of Sweet Sunshine und ihre
Geschlechtsgenossinnen, die ich gekauft habe, setze ich frühestens mit vier
Monaten zum Bock - momentan eher mit sechs oder sieben Monaten. Die
überwiegend angegebenen 700 g sind mir etwas zu wenig und die
wenigsten meiner Mädchen liegen mit vier Monaten noch bei diesem Gewicht.
Eine Ausnahme bildete z.B. der Wurm, der mit Zufütterung aufgewachsen ist,
weil er den Weg zu Mamas Milchquelle nicht gefunden hat. Sie kam erst später
zum Bock. Auch andere Spätzünder warten halt etwas länger oder scheiden
als Zuchttier leider aus.....
2. Zuchtpausen:
Es gab auch hier Zeiten, da meinte ich, mich in jedem Fall an die so oft
angeführte Mindestzuchtpause von drei Monaten halten zu müssen. Leider habe
ich sehr schmerzhaft und für die Mädchen verhängnisvoll erfahren müssen,
dass das für einige nicht nur nicht gut, sondern sogar tödlich sein kann.
Nachdem ich in einem Jahr nach meinen Anfängen vier Toxikosen zu verzeichnen
hatte - darunter meine ganz besonderen Lieblinge Fee (mit Zwangsfütterung
und Geburtseinleitung hat sie überlebt) und Sweety (verstorben an Toxikose)
- lasse ich mich von den Erfahrungen, die ich bis jetzt gesammelt habe
leiten und entscheide die Schlagzahlen der Trächtigkeiten nach dem
Einzelfall, meinem Gefühl und den Erfahrungen, die ich inzwischen mit
manchen Mutterlinien habe oder die ich mir bei den Züchtern meiner Tiere
erfrage. Auch die Käufer meiner Tiere werden ggf. auf die mir bekannten
Toxikosegefahren, Fress- und Zuchtverhalten der Mutterlinie hingewiesen.
Mädchen, die eine Pause brauchen, bekommen diese auch und wenn ich die
Möglichkeit habe - leider lässt meine Art der Haltung das nicht immer zu -,
fasse ich meine dicken Tanten gerne zu Diätabteilen zusammen und das
Pelletfutter wird reduziert bzw. bei Grasfütterung schlicht weg
gelassen!
3.
Anzahl der Würfe:
Auch hier bin ich ein Verfechter der Individualität. Mädchen, die zu klein
sind - auch mit fünf oder sechs Monaten noch -, die im Geburtsverhalten
offensichtlich nicht ohne Risiko sind, diejenigen, die sich dauerhaft als
schlechte Muttertiere (manchmal ändert sich Verhalten durchaus im zweiten
Anlauf) erweisen, deren Babys nicht "in Ordnung" sind oder die
sich nur sehr schwer erholen, lasse ich nicht in der Zucht.
Dafür habe ich bei anderen, die gut werfen, sich schnell erholen und ganz
offensichtlich gut mit ihrer Mutterrolle klar kommen, eher keine Bedenken,
sie durchaus mehr als drei Würfe machen zu lassen. Meine Merle hatte insgesamt sechs Würfe und ich habe sie dann aus der Zucht genommen, weil
ich schlichtweg den Eindruck hatte, dass sie "genug davon" hatte.
Ausschließlich zum Verkauf von Babys lasse ich kein Mädchen in der Zucht. Ich setze Würfe
nur, wenn ich denke, dass hier aus dem Wurf ein Baby (meist ein Mädchen) bleiben könnte. Ob es
dann auch so ist, steht auf einem anderen Blatt und manchmal muss eine Mama
ausziehen oder in Rente, damit eine Tochter bleiben kann ....
Wir, die wir Spaß an Meerschweinchenbabys haben, sollten uns immer darüber
klar sein, dass KEIN Wurf ohne Risiko ist, Dabei kann sowohl der erste, als
auch der letzte Wurf gefährlich für unser Mädchen sein oder werden. Hier
hilft nur gutes Beobachten und ein ganzer Haufen Glück, damit wir Gefahren
im rechten Moment erkennen und womöglich noch abwenden oder abschwächen können.
4. Nach dem Zuchteinsatz:
Leider kann ich nur sehr wenige Rentnertiere halten und fast alle meine Mädchen werden nach
ihrem Zuchteinsatz in Liebhaberhände vermittelt. Dass diese Abgaben nicht immer
einfach sind können sich wohl die meisten vorstellen..... Aber auf Babys
verzichten möchte ich eben nicht.
Bemerkungen zu meinen Jungs:
1. Anzahl der gehaltenen Böcke:
Letztens
wurde ich gefragt, warum ich nur "so wenige" Böcke halte. Deshalb auch hierzu
ein paar Anmerkungen:
Da meine Jungs nicht in einer Bockgruppe leben und nicht nur zum
Brunsttermin mit den Mädchen zusammen kommen, brauche ich für jeden der Jungs jeweils ein
eigenes Abteil wo er mit seinen Harem leben kann. Allein dieser Platzbedarf schränkt
die Anzahl der von mir gehaltenen Böcke ein.
Durch diese Haltung und weil ich nicht immer einen Jungbock als Gesellschaft zur Verfügung habe, braucht jeder der Jungs meiner Meinung nach 3 besser 4 zuchtfähige Mädchen damit seine Auslastung gewährleistet ist und er nie allein sitzen muss. Bei weniger Mädchen pro Bock würden sich die Zuchtpausen der Mädels allein durch die Jungs schon verkürzen und das möchte ich auf keinen Fall. Auch würden mehr Böcke auch mehr Würfe bedeuten und auch das ist hier nicht gewollt.
Übrigens brauchte bisher noch keiner meiner Jungs jemals allein im Abteil zu sitzen - weil es halt so "wenige" sind.
2. Ein neuer Bock:
Ab und
an leiste ich mir mal einen "Neuen", behalte einen der hier
gefallenen Söhne oder nehme einen der hier geborenen Jungs zurück. Dadurch
versuche ich, meine Tiere weiter zu entwickeln, eine Linie zu erhalten oder eine neue Richtung ein
zu schlagen. Hauptaugenmerk liegt weiter auf dem Charakter
der Tiere und selbstverständlich schaue ich auch am liebsten auf "schöne
Tiere". Aber seien wir mal ehrlich, das liegt doch wohl immer auch im
"Auge des Betrachters"!
Wenn ich mich dafür entscheide einen meiner Jungs (züchterische Gründe, Platzprobleme, zu viel Nachwuchs in der Zucht, ein Sohn/Bruder soll bleiben - viele kennen solche Dinge) abzugeben und dieser bereits übereine weitere "Station" gegangen ist, so möchte ich, dass es sich dabei möglichst um den letzten Umzug ihres Lebens handelt. Bisher waren alle zutrauliche freundliche Kerle und haben es so und nicht anders verdient.
In der Regel führt dieser Weg über eine Kastration und die dauerhafte Vermittlung an einen Liebhaber. Kastrationen lasse ich etwa bis zu einem Alter von zwei Jahren durchführen, weil ich für mich dort eine Grenze zwischen Alter und Belastung durch Operation/Narkose und der an eine Kastration anschließende Hormonumstellung gezogen habe.
Linienzucht/Inzucht/Fremdblut:
Anfangs habe ich versucht, Mutterlinien aufrecht zu erhalten da es immer von Vorteil ist, wenn man die Mütter/Großmütter im Fress- und Geburtsverhalten sowie in ihren Anfälligkeiten kennt. Leider lässt sich das auf Dauer nicht immer durchhalten und einige Linien muss man auslaufen lassen, da es sonst einfach zu viele Tiere werden. Auch für Fremdblut wird durch Zukauf von Tieren immer wieder gesorgt, schließlich ist nicht beabsichtigt, hier eine Inzucht entstehen zu lassen.
Dies schließt allerdings nicht aus, dass Rückverpaarungen (z.B. von Halbgeschwistern) gesetzt werden um gewisse positive Eigenschaften zu festigen und die Linien in ihrer Qualität zu kontrollieren. Dabei wird darauf geachtet, dass die Blutlinie nicht zu eng wird. Dies sichern mir Stammbäume meiner Tiere die mir meist über sehr viele Generationen bekannt sind.